Filmtipp: The Nice Guys

Im Film „The Nice Guys“ von Regisseur Shane Black geht es um die zwei Privatdetektive Holland March und Jackson Healy, die gezwungenermaßen zusammen arbeiten müssen, um einen Mordfall aufzuklären. Angesiedelt ist die Geschichte in Los Angeles in den 70er Jahren. Die Hauptrollen spielen Russell Crowe und Ryan Gosling, der hier einmal sein komödiantisches Talent zeigen darf und seine Figur wunderbar tollpatschig spielt. Herausgekommen ist eine gelungene Buddy-Action-Komödie.

Anfangs verstehen sich die beiden allerdings überhaupt nicht. Healy wird von der Aktivistin Amelia beauftragt March zu verprügeln. In einer der ersten Szenen bricht er diesem den Arm. Trotzdem raufen die beiden sich zusammen, denn sie werden von der Bezirksrichterin beauftragt, deren vermisste Tochter Amelia ausfindig zu machen. Also begeben sie sich gemeinsam mit Marchs 13-jähriger vorwitziger Tochter auf die Suche und stellen fest, dass hinter dem Fall eine Multi-Milliarden-Dollar-Verschwörung steckt.

The Nice Guys ist einer der lustigsten Filme des letzten Jahres: mit einem hohen Tempo, einem charmanten Darsteller-Duo und coolen Sprüchen. Die Kostüme, die Ausstattung und der Soundtrack vermitteln das Gefühl, als befände man sich tatsächlich in den 70er Jahren.  Die Story ist teilweise etwas verworren, macht aber trotzdem Spaß. Alles in allem ein Film, der sehr gute Unterhaltung bietet und Lust auf eine Fortsetzung macht.

Filmtipp: Arrival

Auf einmal landen zwölf Raumschiffe an den verschiedensten Orten der Welt: Panik entsteht. Die Linguistin Dr. Lousie Banks wird vom US-Militär gerufen, um die Sprache der Außerirdischen zu entschlüsseln und die wichtigsten Fragen zu klären: Woher kommen sie eigentlich und was ist der Grund für ihren Besuch? Sind sie Freund oder Feind? Ihr zur Seite steht der Wissenschaftler Ian Donnelly. Alle 18 Stunden öffnet sich das Raumschiff, was ihnen die Gelegenheit gibt mit den Aliens zu kommunizieren. Doch wie sollen sie die mysteriöse Schrift der Aliens verstehen? Zu viel sollte man nicht über die Handlung wissen, deshalb wird hier nicht mehr verraten.

Im Gegensatz zu anderen Filmen über Außerirdische wie zum Beispiel „Independence Day“ geht es hier nicht um den Kampf mit ihnen, sondern darum, wie man es schaffen kann, mit ihnen zu kommunizieren, was die Story besonders macht und sie schafft es auch ohne große Schlachten spannend zu bleiben.

Regie führte der Kanadier Denis Villeneuve, der schon mit seinen Filmen „Sicario“ und „Prisoners“ für Aufsehen sorgte. Demnächst erscheint sein neuer Film „Blade Runner 2“, der schon mit Spannung erwartet wird.

Die Hauptrollen in Arrival spielen Amy Adams und Jeremy Renner, die wie immer eine sehr gute Performance abliefern. Wobei die Figur der Louise eindeutig im Mittelpunkt steht.

Die visuellen Effekte sind atemberaubend: Besonders die Szene, in der man das erste Mal das Raumschiff sieht, ist beeindruckend. Die kühlen Bilder wirken beinahe bedrohlich. Auch die Soundeffekte sind erstklassig, die diese Atmosphäre noch unterstreichen. Zum Schluss bietet der Film ein überraschendes Ende. Das alles macht Arrival zu einem der besten Filme des letzten Jahres.

Werbung in Echtzeit

Live-Videos werden bei Facebook immer beliebter und deshalb nutzen nicht nur viele Stars diese Art der Kommunikation, sondern auch Unternehmen. Die Verweildauer bei Live-Streams ist höher als bei normalen Videos und Nutzer interagieren mit diesen Inhalten viel häufiger.

Wie funktionieren Live-Videos auf Facebook?

Die Videos erscheinen in Echtzeit im News-Feed der Nutzer und auf der Seite des Unternehmens. Aber auch nach der Live-Übertragung bleiben sie abrufbar, damit auch diejenigen sie ansehen können, die die Übertragung verpasst haben.

Was sind die Vorteile?

Die Videos wirken oft authentischer als im Vorfeld gedrehte Videos. Etwas in „Echtzeit“ mitzuerleben ist besonders reizvoll für den Nutzer. Außerdem ist es einfacher mit Kunden in Kontakt zu treten, da diese die Videos „live“ kommentieren können. Ein weiterer Vorteil sind die niedrigen Produktionskosten. Die Videos müssen nicht in der Post-Produktion bearbeitet werden und können mit dem Smartphone gefilmt werden.

Welche Inhalte eignen sich?

Das Unternehmen könnte zum Beispiel ein Live-Video von Veranstaltungen wie Messen teilen. Besonders geeignet sind auch Behind-the-scenes Videos, die die Mitarbeiter bei der Arbeit zeigen oder Gewinnspiele.

Burger King startete neulich ihre Facebook-Live-Kampagne „Specktakel“. Dabei handelte es sich um ein Gewinnspiel mit Youtube-Star Aaron Troschke als Moderator. Die Fragen mussten live in den Kommentaren beantwortet werden.  Das Ergebnis waren 70 Kommentare pro Minute. Die drei Videos erhielten am Ende sogar insgesamt 390.000 Kommentare.

Tipps

Das Unternehmen sollte den Live-Stream vorher auf der Facebook Seite oder anderen Social Media- Kanälen ankündigen, damit die Nutzer neugierig sind und einschalten.

Kommentare sollte man beantworten, denn bei diesen Videos geht es vor allem um die Interaktion mit den Kunden. So kann die Nutzerbindung gestärkt werden.

Noch ein Tipp: Filmt man mit einem Smartphone sollte man darauf achten, dass die Bildqualität des Gerätes gut ist und auch ein externes Mikrofon ist empfehlenswert.

Natürlich ersetzen Live-Videos keine professionell gefilmten Imagefilme, aber sie können ergänzend als Marketingtool eingesetzt werden.

Das Live-Video von Burger King gibt es hier zu sehen:

3. Specktakel-Show mit Aaaron Troschke, live auf der Burger Ki…

Hol Dir die 5.000€!Teste Dein Glück und sei dabei, wenn Aaron Troschke und Lara Alexandra Obersovszky am Sonntag abend (19.03., 19 Uhr) ein letztes Mal live auf unserer Burger King Fanpage am Rad drehen. Hier anmelden und live dabei sein! Alle Infos: www.burgerking.de/specktakel

Posted by Burger King Deutschland on Sonntag, 19. März 2017

The Art Of Film Title Design

Titelsequenzen bezeichnen den Anfang eines Films, bei dem die Schauspieler und die Filmcrew aufgelistet sind.

Die ersten Filme zeigten als Einleitung lediglich einfache Texttafeln, heutzutage sind die Eröffnungssequenzen oft aufwendig gestaltet.

Der Vorspann kann dabei ein Teil des Films sein: die Namen werden eingeblendet und die Handlung beginnt im Hintergrund. Er kann sich aber auch vom Film abheben: nach dem Vorspann folgt ein harter Schnitt und der Film fängt an.

Eine der bekanntesten Titelsequenzen ist die von James Bond, bei der der Agent von einem Pistolenlauf erfasst wird und schießt. Diese ist bei  jedem Film der Reihe zu sehen.

Titelsequenzen dienen dazu die Stimmung des Films vorzugeben, was zum Beispiel bei Alfred Hitchcock’s „Vertigo“ sehr gut gelungen ist. Die bunten Spiralen vor schwarzem Hintergrund symbolisieren das Schwindelgefühl, das das Hauptthema des Films ist.

Auch Fernsehserien wie Game of Thrones oder True Detective sind bekannt für ihre großartigen Opening credits. Inzwischen gibt es sogar eine eigene Auszeichung für diese Kunst: den Primetime Emmy Award for Outstanding Main Title Design.

 

Filmtipp: Snowden

Der Film erzählt die wahre Geschichte des Whistleblowers Edward Snowden, der im Jahr 2013 Dokumente veröffentlichte, die beweisen, dass die NSA auf die privaten Daten von Millionen von Menschen zugreifen kann. Die Hauptrolle spielt Joseph Gordon-Levitt, gedreht wurde in Deutschland.

Die Story beginnt in einem Hotelzimmer in Hong Kong, als Edward Snowden der Dokumentarfilmerin Laura Poitras, dem „The Guardian“-Reporter  Ewen MacAskill und dem Journalisten Glenn Greenwald seine Geschichte erzählt. In Rückblicken erfahren wir über seine Anfänge beim Militär bis zu seinem Aufstieg in den amerikanischen Geheimdienst. Zunächst arbeitete er für die CIA und schließlich auf Hawaii als externer Systemadministrator beim NSA.

Anfangs ist er patriotisch, zum Beispiel weigert er sich eine Petition gegen den Irak-Krieg zu unterschreiben. Die Frage, ob Amerika das großartigste Land der Welt sei, beantwortet er mit Ja. Doch seine Überzeugungen ändern sich, als er auf der Arbeit erlebt, dass nicht nur die Regierungen anderer Länder oder Terrororganisationen ausspioniert werden, sondern jeder amerikanische Bürger, indem private Emails, Webcams oder Facebook-Profile überwacht werden. Je mehr er über die Methoden der NSA erfährt, desto größer werden seine Zweifel. Er will die Informationen an die Öffentlichkeit bringen.

Snowden ist ein spannender Thriller, obwohl man den Ausgang der Geschichte bereits kennt. Das Drehbuch ist sehr gut geschrieben. Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt liefert eine tolle Performance und ähnelt stark dem echten Edward Snowden. Die Produktionskosten betrugen 40 Millionen Dollar, der Film hat weltweit nur 34 Millionen eingespielt. Meiner Meinung nach lohnt es sich aber den Film anzusehen.

Tell your story

Sie möchten der Welt die Geschichte ihres Unternehmens erzählen? Das geht am besten in einem Film.

Beim Storytelling für Unternehmensfilme geht es darum Informationen zu vermitteln, aber gleichzeitig auch Emotionen zu wecken. Durch Storytelling kann die Geschichte der Firma oder des Produktes auf spannende, emotionale oder auch lustige Weise erzählt werden.

Wieso Storytelling?

Eine interessante Geschichte bietet viele Vorteile: zum einen schafft sie mehr Aufmerksamkeit als bloße Fakten. So wird das Interesse an dem Produkt oder dem Unternehmen gesteigert. Geschichten sind wirkungsvoller, weil sie anders verarbeitet werden als reine Informationen: Sie bleiben länger im Gedächtnis.

Zudem werden Emotionen erzeugt, sodass die Zuschauer z.B. mit der Hauptfigur der Geschichte mitfühlen oder sie verbinden nach Anschauen des Films das Produkt mit bestimmten Eigenschaften. Dadurch identifizieren sie sich leichter mit dem Produkt oder dem Unternehmen und eine langfristige Kundenbindung ist möglich.

Mit einer Geschichte personalisieren Sie ihr Unternehmen: Erzählen Sie ihre Gründungsgeschichte, zeigen sie warum Ihr Team einzigartig ist oder was Ihr Produkt auszeichnet und so besonders macht. Jedes Unternehmen hat eine Geschichte, die erzählt werden kann!

Welche Story soll erzählt werden?

Es gibt zwei verschiedene Arten ihre Geschichte zu erzählen: Sie können ihre Story auf die Menschen, die in dem Unternehmen arbeiten, fokussieren oder aber auf die Produkte des Unternehmens. Erzählen Sie ihre ganz persönliche Geschichte: Was hat den Gründer dazu bewegt, dass Unternehmen zu gründen? Was hat er vorher gemacht? Je spannender und emotionaler Ihre Geschichte ist, desto mehr wird sie den Zuschauer berühren.

Will man über seine Produkte erzählen, kann der Fokus auf diesen Fragen liegen: In welchen Situationen wird ihr Produkt genutzt? Wer nutzt es? Warum ist das Produkt gut? Was unterscheidet das Produkt von anderen?

Kommunizieren Sie in ihrer Geschichte das Alleinstellungsmerkmal Ihres Produktes.

Gutes Storytelling

Zunächst müssen Sie wissen, wer ihre Zielgruppe ist und dann entscheiden, ob Sie lieber sachliche Informationen liefern wollen oder ob zu Ihrer Zielgruppe eher ein lustiges oder spannendes Video passt. Nur so bekommen Sie auch die Aufmerksamkeit Ihrer potenziellen Kunden.

Wichtig ist, dass Ihre Geschichte leicht verständlich ist. Sie braucht eine klare, einfache Struktur. Gute Ideen lassen sich in einem Satz zusammenfassen. Ihre Geschichte sollte mit einer Einführung beginnen, in der dem Zuschauer vermittelt wird, wo er gerade ist und wer die Hauptfiguren sind. Bauen Sie einen Spannungsbogen auf und verraten sie im Laufe des Films Ihre Kernbotschaft.

Verbreitung des Films

Hier bieten sich vor allem die sozialen Netzwerke an, denn durch diese besteht die Möglichkeit, dass sich Ihr Video viral verbreitet. Ihre Videos werden von Nutzern mit ihren Freunden geteilt und bekommen so mehr Aufmerksamkeit. Facebook, Twitter, Youtube… alle diese Kanäle eignen sich, um ihr Video zu veröffentlichen. Dabei sollten sie darauf achten, dass Sie Ihre Geschichte crossmedial erzählen; also auf allen Kanälen sollte die Story gleich erzählt werden, um Kontinuität und Glaubwürdigkeit in Ihr Storytelling zu bringen.

Die Fucking-Box: Beauty Licht vom Meister

Andries, unser Oberbeleuchter, ist Fan von einfachen Licht-Setups. Darum sind wir Fan von Andries.

Denn einfache Licht-Setups schonen nicht nur das Budget, sie helfen vor allem, beim Dreh schneller und effektiver zu arbeiten indem lange Umbaupausen vermieden werden.

Allerdings verlangen solche einfachen Licht-Konzepte auch eine Menge Erfahrung vom Oberbeleuchter und DoP. Ein Set mit Licht voll zu stellen ist keine Kunst. Ein stimmungsvolles Licht mit einfachen Mitteln zu zaubern allerdings schon.

Andries hat sich diese Erfahrung in jahrzehntelanger Arbeit als Oberbeleuchter für hunderte von TV-Spots, Hollywoodproduktionen oder auf Tours für U2 und viele andere Bands erworben.

Sein Meisterstück ist allerdings die „Fucking-Box“. Im Prinzip nur ein Quader aus Styroporplatten, in den an einer seitlichen Öffnung mit einer 1KW hineingeleuchtet wird und die an an einer kurzen Seite offen ist und mit Frost-Folie abgedeckt ist. Ein schöneres und weicheres Beautylicht schafft auch eine mehrere tausend Euro teure, aufwendig aufzubauende Okto-Softbox kaum.

Und sie ist ultraeinfach zu handhaben, Umbaupausen werden minimiert, Darsteller und Kunden langweilen sich nicht unnötig und die Nerven der Aufnahmeleiterin werden geschont. Warum das Ding allerdings „Fucking-Box“ heisst, bleibt Andries‘ Geheimnis.

Die Macht der Musik

Egal ob Werbespot oder Kinofilm – wie wichtig Musik für einen Film ist, fällt einem erst dann auf, wenn man ihn ohne Ton ansieht. Eine Szene aus einem Horrorfilm ohne bedrohliche Musik, wirkt auf einmal gar nicht mehr so Furcht einflößend. Durch sie wird die richtige Stimmung erzeugt und Emotionen beim Publikum geweckt.

Es werden drei Techniken unterschieden, nach denen Filmmusik komponiert wird: Leitmotiv-Technik, Underscoring und Mood-Technik.

Leitmotiv-Technik:

Personen, Gegenstände oder Erzählstränge bekommen ihre eigene Melodie sogenannte Leitmotive. Diese Melodie tritt immer wieder auf, wenn z.B. die Person auf der Leinwand erscheint oder wenn der Zuschauer im Laufe der Filmhandlung an diese erinnert werden soll. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Leitmotiv in Steven Spielbergs „Der weiße Hai“, das nur aus zwei Noten besteht, aber einen großen Effekt hat. Obwohl der Zuschauer den Hai nicht sehen kann, erfahren wir durch den Einsatz des Leitmotivs, dass er sich in der Nähe befindet.

Mia an Sebastian’s Theme aus La La Land wird immer dann gespielt, wenn die beiden Hauptcharaktere sich begegnen

Underscoring:

Bei dieser Technik wird die Musik passend zu den Geschehnissen auf der Leinwand komponiert und dient somit zur Unterstützung oder Verstärkung der dargestellten Handlungen. Eine extreme Form des Underscoring wird Mickey-Mousing genannt, bei dem Bewegungen der Personen, z.B. Schritte synchron zur Musik stattfinden, um diese zu betonen. Der Name kommt daher, weil diese Form oft in Zeichentrickfilmen eingesetzt wurde.

Ein Beispiel für Mickey-Mousing aus dem Film Spider-Man

Mood-Technik

Bei der Mood-Technik soll die Musik die Stimmung in den Szenen ausdrücken und die Gefühle der Personen wiedergeben, wodurch Emotionen beim Zuschauer geweckt werden. Im Gegensatz zur Leitmotiv-Technik ist sie nicht mit den einzelnen Personen verbunden, sondern vermittelt die Stimmung der gesamten Szene. Die Mood-Technik wird häufiger eingesetzt als die Leitmotiv-Technik oder das Underscoring.

Der Score von Manchester by the sea unterstreicht die Verzweiflung des Hauptcharakters

Der Einfluss von Musik ist nicht zu unterschätzen. Es gibt Melodien, die einen sofort an eine bestimmte Filmszene erinnern, z.B. der „Imperial March“ aus „Star Wars“. Die Kombination aus Score und Film macht manche Szenen unvergesslich.

 

Master of Sounds

Was wäre ein Film ohne Soundeffekte? Star Wars ohne die unverkennbaren Geräusche der Lichtschwerter? Undenkbar! Hier kommt der Foley Artist ins Spiel, dessen Job es ist, in der Post Production dem fertigen Film Geräusche hinzuzufügen.

Benannt wurde der Beruf nach einem Mitarbeiter der Universal Studios – Jack Foley. Seine Karriere begann in den 20er Jahren, als er für einen der ersten Tonfilme „Show Boat“ engagiert wurde. Weil die Mikrofone nur Dialog aufnehmen konnten, war seine Aufgabe, nachträglich Geräusche für den Film zu kreieren. Mit einfachen Alltagsgegenständen erschaffte er einen beeindruckenden Sound für Kinofilme. Damals hätte er sicher nicht gedacht, dass er einen ganzen Berufszweig erschaffen würde. Heute ist der Beruf des Foley Artists aus der Filmwelt nicht mehr wegzudenken. Fast alle Geräusche, die wir in einem Film hören, außer dem Dialog und Musik, sind Foley Sounds.

Foley Artists arbeiten in einem Foley Studio, wo sie den Film auf einem Bildschirm ansehen und mit den verschiedensten Requisiten an der richtigen Stelle die Geräusche platzieren. Eine ihrer Hauptaufgaben ist es Schritte nachträglich zu vertonen. Dazu werden verschiedene Schuhe und Böden genutzt, denn es hört sich natürlich anders an, ob jemand mit Stiefeln über einen Teppichboden läuft oder mit hohen Schuhen über Holzdielen. Außerdem kreiert er auch Geräusche wie z.B. quietschende Türen oder Hufgetrappel – eben alle Töne, die live am Set nicht aufgenommen werden konnten, sich nicht „richtig“ anhörten oder aber Töne, die gar nicht erst existieren, wie z.B. die Lichtschwerter in Star Wars.

Wenn du einem Foley Artist gerne mal bei der Arbeit zusehen würdest, ist hier ein interessanter Einblick in die Welt der „Geräuschemacher“: