Master of Sounds

Was wäre ein Film ohne Soundeffekte? Star Wars ohne die unverkennbaren Geräusche der Lichtschwerter? Undenkbar! Hier kommt der Foley Artist ins Spiel, dessen Job es ist, in der Post Production dem fertigen Film Geräusche hinzuzufügen.

Benannt wurde der Beruf nach einem Mitarbeiter der Universal Studios – Jack Foley. Seine Karriere begann in den 20er Jahren, als er für einen der ersten Tonfilme „Show Boat“ engagiert wurde. Weil die Mikrofone nur Dialog aufnehmen konnten, war seine Aufgabe, nachträglich Geräusche für den Film zu kreieren. Mit einfachen Alltagsgegenständen erschaffte er einen beeindruckenden Sound für Kinofilme. Damals hätte er sicher nicht gedacht, dass er einen ganzen Berufszweig erschaffen würde. Heute ist der Beruf des Foley Artists aus der Filmwelt nicht mehr wegzudenken. Fast alle Geräusche, die wir in einem Film hören, außer dem Dialog und Musik, sind Foley Sounds.

Foley Artists arbeiten in einem Foley Studio, wo sie den Film auf einem Bildschirm ansehen und mit den verschiedensten Requisiten an der richtigen Stelle die Geräusche platzieren. Eine ihrer Hauptaufgaben ist es Schritte nachträglich zu vertonen. Dazu werden verschiedene Schuhe und Böden genutzt, denn es hört sich natürlich anders an, ob jemand mit Stiefeln über einen Teppichboden läuft oder mit hohen Schuhen über Holzdielen. Außerdem kreiert er auch Geräusche wie z.B. quietschende Türen oder Hufgetrappel – eben alle Töne, die live am Set nicht aufgenommen werden konnten, sich nicht „richtig“ anhörten oder aber Töne, die gar nicht erst existieren, wie z.B. die Lichtschwerter in Star Wars.

Wenn du einem Foley Artist gerne mal bei der Arbeit zusehen würdest, ist hier ein interessanter Einblick in die Welt der „Geräuschemacher“:

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