Die Macht der Musik

Egal ob Werbespot oder Kinofilm – wie wichtig Musik für einen Film ist, fällt einem erst dann auf, wenn man ihn ohne Ton ansieht. Eine Szene aus einem Horrorfilm ohne bedrohliche Musik, wirkt auf einmal gar nicht mehr so Furcht einflößend. Durch sie wird die richtige Stimmung erzeugt und Emotionen beim Publikum geweckt.

Es werden drei Techniken unterschieden, nach denen Filmmusik komponiert wird: Leitmotiv-Technik, Underscoring und Mood-Technik.

Leitmotiv-Technik:

Personen, Gegenstände oder Erzählstränge bekommen ihre eigene Melodie sogenannte Leitmotive. Diese Melodie tritt immer wieder auf, wenn z.B. die Person auf der Leinwand erscheint oder wenn der Zuschauer im Laufe der Filmhandlung an diese erinnert werden soll. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Leitmotiv in Steven Spielbergs „Der weiße Hai“, das nur aus zwei Noten besteht, aber einen großen Effekt hat. Obwohl der Zuschauer den Hai nicht sehen kann, erfahren wir durch den Einsatz des Leitmotivs, dass er sich in der Nähe befindet.

Mia an Sebastian’s Theme aus La La Land wird immer dann gespielt, wenn die beiden Hauptcharaktere sich begegnen

Underscoring:

Bei dieser Technik wird die Musik passend zu den Geschehnissen auf der Leinwand komponiert und dient somit zur Unterstützung oder Verstärkung der dargestellten Handlungen. Eine extreme Form des Underscoring wird Mickey-Mousing genannt, bei dem Bewegungen der Personen, z.B. Schritte synchron zur Musik stattfinden, um diese zu betonen. Der Name kommt daher, weil diese Form oft in Zeichentrickfilmen eingesetzt wurde.

Ein Beispiel für Mickey-Mousing aus dem Film Spider-Man

Mood-Technik

Bei der Mood-Technik soll die Musik die Stimmung in den Szenen ausdrücken und die Gefühle der Personen wiedergeben, wodurch Emotionen beim Zuschauer geweckt werden. Im Gegensatz zur Leitmotiv-Technik ist sie nicht mit den einzelnen Personen verbunden, sondern vermittelt die Stimmung der gesamten Szene. Die Mood-Technik wird häufiger eingesetzt als die Leitmotiv-Technik oder das Underscoring.

Der Score von Manchester by the sea unterstreicht die Verzweiflung des Hauptcharakters

Der Einfluss von Musik ist nicht zu unterschätzen. Es gibt Melodien, die einen sofort an eine bestimmte Filmszene erinnern, z.B. der „Imperial March“ aus „Star Wars“. Die Kombination aus Score und Film macht manche Szenen unvergesslich.

 

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